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Am 10.2. sollte es zu einem möglicherweise vorentscheidenden Spiel um den Verbleib in der Ostsachsenklasse nach Coswig gehen. Nach dem wohl bereits feststehenden Abstieg der TU-III.-Jungs sah es so aus, als wenn wir uns in den verbleibenden Spielen mit Post und Elbland um das rettende Ufer streiten müssten.

Eine Woche nach der deutlichen Niederlage beim MSV Bautzen stand schon wieder ein Kracher auf dem Spielplan: der „Sparkassencup“, auf gut Deutsch: 1. Runde im Landespokal. Die schier unendliche Suche nach einem Pokalspieltermin hatte zu dem Ergebnis geführt, dass Hennersdorf „absprang“ und die Zittauer zu Besuch nach Bautzen kamen. Aber auch wir waren nur Gäste, da uns unsere Heimhalle nicht zur Verfügung gestellt werden konnte. Dankenswerterweise stellte der SSVB das Schiedsgericht, so dass wir nur Schreiber, „Zähltafelbediener“ und Linienrichter zu organisieren hatten.

Am 20.1. kam es in der Bautzener Schützenplatzhalle zum Derby gegen den „MSV Bautzen“. Da wir uns im Hinspiel recht wacker geschlagen hatten, wollten wir auch diesmal alles geben und uns so teuer wie möglich verkaufen. Leider waren die Vorzeichen im Vergleich zum ersten Vergleich alles andere als gut. Neben den Langzeitverletzten Mario und Matthäus verlängerte auch Zuspieler Lukas am vergangenen Punktspieltag die Verletztenliste. Und wäre ein Spieltausch nicht möglich gewesen, hätten wir nicht einmal mit einer vollzähligen Mannschaft antreten können. Das Spielprotokoll bei den Gastgebern hingegen war zum Bersten voll.

Am 9. Dezember bestritten die Volleys Coblenz ihren zweiten Heimspieltag, was gleichzeitig den Abschluss der Hinrunde bedeutete. Nach gutem Beginn mit Siegen gegen Coswig-Meißen und TU Dresden III. sowie den teilweise knappen Niederlagen in den nachfolgenden Spielen sollten noch ein paar Punkte eingesackt werden. Mit dem VfL Pirna-Copitz und dem Post SV Dresden kamen Mannschaften, die in der Tabelle nicht weit weg von uns rangierten. So waren wir optimistisch, uns die abendliche Weihnachtsfeier mit dem einen oder anderen Zähler zu versüßen.

Auch wenn es keine Überraschung wäre, als Neuling vom Zweitplatzierten keine Punkte mitzunehmen, hatten wir doch die kleine Hoffnung, nicht mit ganz leeren Händen die Heimreise antreten zu müssen. Und unser gutes Spiel 14 Tage zuvor in gleicher Besetzung bei Motor Mickten schürte diesen Optimismus. Leider kam es ganz anders und man konnte erkennen, dass Quervergleiche hinken.

Aber zuerst einmal kam es zum Spitzenspiel der Fastentuchstädter gegen Tabellenführer MoMi. Und die Dresdener zeigten, warum sie ganz oben stehen. Variables Spiel, gute Feldabwehr und unbedingter Siegeswille waren der Schlüssel zum Erfolg. Da half den Gastgebern auch der extra für dieses Spiel engagierte Einpeitscher nicht, im Gegenteil, Mickten nutzten dessen Textpassagen, um die Gastgeber erfolgreich zu nerven. Und im dritten Satz hatte Zittau dann auch keine Lust mehr.

Wenn Sachsenligaabsteiger und Sachsenklasseaufsteiger aufeinandertreffen, ist das Ergebnis eigentlich schon vorprogrammiert. Insbesondere auch, wenn wir an die Ergebnisse der Spiele von vor zwei Jahren denken. Trotzdem hatten wir uns vorgenommen, es dem bis dato ungeschlagenen Spitzenreiter so schwer wie möglich zu machen. Mit einer für unsere Verhältnisse starken Truppe waren wir angereist. Es fehlten nur Matthäus, Frank, Gabriel und Sven. Mit Ralf stand unser stärkster Annahmespieler wieder als Libero auf dem Feld, Jonas, der es im letzten Spiel auf der Diagonalposition sehr erfolgreich war, spielte wieder dort und Siggi begann auf der für ihn ungewohnten Außenposition. Mario führte die Mannschaft wieder als Kapitän.

Der 21.10.2017 geht als Novum in die Vereinschronik ein, denn es war unser erster Auswärtssieg in dieser Spielklasse - und dann gleich ein 3:0.

Entsprechend der Tabellenkonstellation konnte unser Ziel nur sein, gegen die Studentenmannschaft zu punkten, hatten die Hausherren doch bislang nur einen Zähler auf dem Konto. Doch diesen Punkt hatte die USV-Mannschaft am Spieltag zuvor beim MSV Bautzen entführt, die zu Hause immerhin mit voller Kapelle antraten. Ein Unterschätzen des Gegners sollte also tunlichst vermieden werden.

Am 30.9. fand unser erstes Auswärtsspiel der neuen Saison beim Mitaufsteiger Freital statt. Man könnte denken, ein Duell auf Augenhöhe. Aber während wir mit letztem Aufgebot zu sechst antraten, allesamt Spieler aus der Aufstiegssaison (drei Stammspieler fehlten aus verschiedensten Gründen), war die Aufstellungstabelle der Gastgeber prall gefüllt mit dem neu „zusammengestelltem“ Kader. Erstaunlich wie Regionalliga- oder Sachsenklassespieler aus näherer oder weiterer Entfernung den Weg nach Freital fanden. Die neue Qualität zeigte sich bereits im ersten Spiel, als der Gastgeber den VfL Pirna-Copitz mit 3:0 nach Hause schickte. Auch wenn man dabei dankbar die freundliche Unterstützung der Gäste in Form von unzähligen Aufschlagfehlern annahm.

Am 16. September begann für die Volleys Coblenz zum zweiten Mal das Abenteuer Sachsenklasse. Mit auf nur zwei Positionen gegenüber der Saison 2015/2016 veränderter „Personaldecke“ soll sich nun zeigen, wie sich die Mannschaft weiterentwickelt hat und ob sie mit den meist seit Jahren in dieser Klasse etablierten Mannschaften mithalten kann. Auf alle Fälle will die Mannschaft das Ergebnis von vor zwei Jahren vergessen machen.