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Auch wenn es keine Überraschung wäre, als Neuling vom Zweitplatzierten keine Punkte mitzunehmen, hatten wir doch die kleine Hoffnung, nicht mit ganz leeren Händen die Heimreise antreten zu müssen. Und unser gutes Spiel 14 Tage zuvor in gleicher Besetzung bei Motor Mickten schürte diesen Optimismus. Leider kam es ganz anders und man konnte erkennen, dass Quervergleiche hinken.

Aber zuerst einmal kam es zum Spitzenspiel der Fastentuchstädter gegen Tabellenführer MoMi. Und die Dresdener zeigten, warum sie ganz oben stehen. Variables Spiel, gute Feldabwehr und unbedingter Siegeswille waren der Schlüssel zum Erfolg. Da half den Gastgebern auch der extra für dieses Spiel engagierte Einpeitscher nicht, im Gegenteil, Mickten nutzten dessen Textpassagen, um die Gastgeber erfolgreich zu nerven. Und im dritten Satz hatte Zittau dann auch keine Lust mehr.

Konnten wir dieses Stimmungstief vielleicht sogar ausnutzen? Angefangen hatte es gar nicht einmal so schlecht für uns. Gute Aufschläge von Lukas auf R. Flemming nahmen diesen kurz aus dem Spiel und brachten uns die ersten Punkte. Aber das war es dann auch so ziemlich mit der Herrlichkeit für uns an diesem Tag. Der VV wachte so langsam auf und übergab die Lethargie auf die andere Netzseite. Wir kamen überhaupt nicht ins Spiel. Und so stand es schnell 25:16 für den Ausrichter.

Und so sollte es weitergehen. Unsere wenig druckvollen Aufschlägen, machten es Zittau leicht, eigene Angriffe aufzubauen. Ihre beiden zwar körperlich nicht gerade großen, aber technisch versierten Zuspieler verteilten die Bälle punktgenau und unsere Blockspieler hatten große Probleme, die Zuspiele zu lesen. Die Annahme war noch das Beste an unserem Spiel, was darauf folgte waren Missverständnisse, Ungenauigkeiten und Eigenfehler. Zittau war nun auch ohne ihren Stimmungsmacher gänzlich erwacht und reagierte mit Trotz auf das zuvor verlorene Spiel. Wir hingegen knüpften nahtlos an den ersten Spielabschnitt an. Über außen kamen kaum Punkte, Zuspiele waren ungenau und Mario sah man den Trainingsrückstand an und dass er angeschlagen ins Spiel gegangen war. Wir versuchten es jetzt häufiger über die Mitte, worauf sich Zittau aber schnell eingestellt hatte. Unsere schlechte Feldabwehr war schließlich deutliches Zeichen für ein fehlendes Aufbäumen an diesem Tag. So ging auch der zweite Spielabschnitt deutlich an die Gastgeber (25:19).

Zittau spielte nun seinen Stiefel herunter und machte rege von seinem Wechselkontingent Gebrauch, was bei diesem großen und ausgeglichenen Kader auch recht einfach ist. Dieser Luxus bot sich uns leider nicht. Wir brachten zwar Oli ins Spiel und wechselten positionsbezogen (Siggi, Jonas), doch das brachte wenig. Leider halfen uns heute auch unsere größenmäßige Überlegenheit und das sonst gute Blockspiel nicht, es war einfach ein Tag zum Abhaken. Nachdem auch der dritte Satz an Zittau ging (25:20), war das Spiel nach weniger als einer Stunde Geschichte.

Was nehmen wir aus diesem Spiel mit? Einerseits, dass es schwer ist, von den Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte Punkte mitzunehmen. Wir müssen hundert Prozent konzentriert zu Werke gehen und eventuelle technische Nachteile durch Kampf und Einsatz wettmachen. Auch an der Feinabstimmung muss weiter gearbeitet werden, wozu wir nun drei Wochen Zeit haben. Die Gelegenheit, das Ergebnis dessen zu zeigen, bietet sich zum Heimspieltag am 9. Dezember gegen den VfL Pirna-Copitz und Post SV Dresden.

Wir danken den mitgereisten Fans für ihre Unterstützung und hätten ihnen gern mehr geboten.

Mit folgenden Spielern traten wir an: Mario, Lukas, Achim, Jonas, Siggi, Christian, Oli und Libero Ralf.