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Am 9. Dezember bestritten die Volleys Coblenz ihren zweiten Heimspieltag, was gleichzeitig den Abschluss der Hinrunde bedeutete. Nach gutem Beginn mit Siegen gegen Coswig-Meißen und TU Dresden III. sowie den teilweise knappen Niederlagen in den nachfolgenden Spielen sollten noch ein paar Punkte eingesackt werden. Mit dem VfL Pirna-Copitz und dem Post SV Dresden kamen Mannschaften, die in der Tabelle nicht weit weg von uns rangierten. So waren wir optimistisch, uns die abendliche Weihnachtsfeier mit dem einen oder anderen Zähler zu versüßen.

Eigentlich waren die Vorzeichen günstig, denn bis wenige Stunden vor dem Spiel hatten alle Spieler zugesagt. Leider verletzte sich Matthäus am Vormittag beim Fußball (!) ziemlich schwer (gute Besserung!), so dass wir diese Option leider schon einmal streichen mussten. Wir begannen diesmal mit Sven auf der Liberoposition, so dass Ralf auf Außen beginnen konnte. Pirna kündigte auf seiner facebookseite das Fehlen ihrer Mittelblocker an, aber auf solche Vorhersagen geben wir aus Erfahrung seit einiger Zeit nichts mehr. Satz 1 gestaltete sich dann anfangs auch recht ausgeglichen, die Punktabstände waren gering. Die erste Auszeit der Gäste beim 7:6 unterbrach dann jedoch unseren Spielfluss, so dass der VfL 5 Punkte hintereinander machte. Doch wir kämpften und mit unserem 16. Punkt glichen wir aus. Wieder Auszeit der Gäste und wieder war diese erfolgreich. Vor allem Fehler in unserer Annahme stärkten den Gegner, der den Satz dann mit 25:21 doch noch recht klar für sich entschied.

Hm, abhaken und Konzentration auf den nächsten Satz. Auch der begann recht ausgeglichen. Beim 11:13 nahmen wir die erste Auszeit, welche diesmal uns Auftrieb gab. Nun kamen insbesondere unsere Aufschläge gut und brachten Pirna in Schwierigkeiten. Und siehe da, plötzlich führten wir mit 16:13. Doch wieder brachte uns eine Auszeit aus dem Konzept und die Gäste schlichen sich Punkt für Punkt heran. Bei unserer zweiten Auszeit führten wir noch mit 19:18, aber leider konnten wir den Vorsprung nicht über die Ziellinie retten. Wir holten nur noch zwei Punkte, die Copitzer dagegen sieben, was zum gleichen Ergebnis führte wie in Satz 1.

Dieser erneute Satzverlust brach scheinbar unsere Moral. Ohne große Gegenwehr ergaben wir uns unserem Schicksal und schenkten den Gästen auch den dritten Spielabschnitt, der 16:25 endete. So nahm die mit nur 7 Spielern angereiste, aber sehr ausgeglichen besetzte VfL-Abordnung drei Punkte mit von der Spree an die Elbe.

Wunden lecken war angesagt und Vorbereitung auf das nächste Spiel. Die Gäste vom Sachsenligaabsteiger, der erstaunlicherweise fast am Tabellenende rangierten, waren mit dem unbedingten Willen angereist, gegen uns zu punkten. Mit gefühlt doppelt so vielen Spielern wie wir machten sie sich warm. Nicht ohne zuvor unser Spiel genau analysiert zu haben. Wir reagierten darauf mit verschiedenen Positionsumstellungen. So begann Ralf als Libero und Siggi an Stelle von Jonas auf der Diagonalposition. Doch irgendwie war es nicht unser Tag. Wir spielten phlegmatisch, ängstlich und unsicher. Den Gästen hingegen war der unbedingte Siegeswillen anzumerken. Wodurch sie sich dann auch den ersten Satz mit 25:22 sicherten.

Wie im ersten Spiel lief der zweite Satz besser für uns. Nach anfänglichem 7:9 steigerten wir uns und führten bei der ersten Gästeauszeit mit 15:12. Die inzwischen eingesetzte Trommelunterstützung trieb uns voran und wir blieben weiter vorn. Aber zum Satzende hin begannen wir wieder zu schwächeln. Schnell noch eine Auszeit beim 21:20 und zwei Punkte drauf gelegt. Die nachfolgende Auszeit für Post ließ nichts Gutes ahnen. Und was dann passierte, zeugt nicht gerade von einem starken Nervenkostüm unsererseits: anstatt den Sack zuzumachen gaben wir den Satz kurz vor Schluss noch aus der Hand und verloren mit 24:26. Ein stärkeres Gift für die Psyche gibt es kaum. Folgerichtig verloren wir auch den dritten Spielabschnitt (22:25) und machten den vorzeitigen Tag des Geschenkeverteilens perfekt.

Bereits am 6.1. - wieder ein Heimspieltag - bietet sich uns die Möglichkeit der Wiedergutmachung. Gegen Tabellenschlusslicht TU und gegen Freital bedarf es jedoch einer deutlichen Steigerung- sowohl spielerisch als auch psychisch.

Bis dahin wünschen wir allen Fans, Unterstützern und Vereinsmitgliedern frohe Feiertage und einen guten Rutsch in ein gesundes und hoffentlich auch erfogreiches Jahr 2018.

Wir spielten mit Achim, Christian, Frank, Jonas, Lukas, Mario, Oli, Ralf Siggi, Sven.