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Am 20.1. kam es in der Bautzener Schützenplatzhalle zum Derby gegen den „MSV Bautzen“. Da wir uns im Hinspiel recht wacker geschlagen hatten, wollten wir auch diesmal alles geben und uns so teuer wie möglich verkaufen. Leider waren die Vorzeichen im Vergleich zum ersten Vergleich alles andere als gut. Neben den Langzeitverletzten Mario und Matthäus verlängerte auch Zuspieler Lukas am vergangenen Punktspieltag die Verletztenliste. Und wäre ein Spieltausch nicht möglich gewesen, hätten wir nicht einmal mit einer vollzähligen Mannschaft antreten können. Das Spielprotokoll bei den Gastgebern hingegen war zum Bersten voll.

Nach ein paar Tagen Ruhe und ohne Training versuchte es Lukas zwar im Zuspiel, aber bereits nach den ersten Bällen merkte er: nee, da geht nix. Einen weiteren Zuspieler hatten wir nicht auf unserer fast leeren Bank, also musste gleich Ralf ran. Natürlich passte die Aufstellung nun überhaupt nicht mehr, so dass wir den Satz mit „zu 12“ abgaben. Wir stellten demzufolge im zweiten Satz um, Oli kam ins Spiel und Ralf rutschte auf die eigentliche Zuspielerposition. Aber die Hausherren hatten kein Erbarmen. Mit harten Aufschlägen machten sie uns das Leben schwer. Fast ausnahmslos mit Sprungaufschlägen, mal als Schmetter-, mal als Flatterball, machten sie Druck. Natürlich kam ihnen zugute, dass sie die große Halle gewöhnt sind und diesbezüglich in den vergangenen Jahren auch reichlich Erfahrung sammeln konnten. Auf der anderen Seite waren wir aber auch so annahmeschwach wie lange nicht, selbst unsere sonst sicheren Annahmespieler. Und wenn es einmal nicht läuft, verliert man den Glauben an das eigene Können. Kommen dann auch noch Pech, wie durch die Finger gerutschte Bälle, und Abstimmungsprobleme hinzu, ist das Ergebnis dann ein „zu 15“ in Spielabschnitt zwei.

Erst im dritten Satz lief es dann etwas besser, aber Punkte machten wir eigentlich fast ausnahmslos, wenn wir selbst zum Aufschlag antraten. Doch lange konnten wir nicht halbwegs mithalten, die nächste Annahmemiseren-Serie holte uns schnell auf den Boden der Realität dieses Spieltages zurück. Und so endete auch der dritte Satz mit einem deutlichen 25:16 für den MSV.

Noch ist nichts verloren in dieser Sachsenklassesaison, aber leichter wird es aufgrund der Personalsituation nicht unbedingt. Wir müssen nun vor allem über den Kampf zum Spiel zurück finden, um das Abenteuer Sachsenklasse nicht nach einer Saison wieder abhaken zu müssen.

Vielen Dank an dieser Stelle an die Fans - wir hätten euch gern mehr geboten - und an die Mädels, die uns beim Schiedsen im zweiten Spiel aushalfen.

Wir spielten mit Ralf, Siggi, Achim, Jonas, Oli, Chris, Lukas und Libero Sven.