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Eine Woche nach der deutlichen Niederlage beim MSV Bautzen stand schon wieder ein Kracher auf dem Spielplan: der „Sparkassencup“, auf gut Deutsch: 1. Runde im Landespokal. Die schier unendliche Suche nach einem Pokalspieltermin hatte zu dem Ergebnis geführt, dass Hennersdorf „absprang“ und die Zittauer zu Besuch nach Bautzen kamen. Aber auch wir waren nur Gäste, da uns unsere Heimhalle nicht zur Verfügung gestellt werden konnte. Dankenswerterweise stellte der SSVB das Schiedsgericht, so dass wir nur Schreiber, „Zähltafelbediener“ und Linienrichter zu organisieren hatten.

Unsere Langzeitverletzten Mario, Matthäus und Lukas fehlten weiterhin, zudem noch Frank. Erfreulicherweise konnten wir Paul Jakob, einen alten Bekannten aus Bezirksklasse-/Bezirksliga-zeiten, kurzfristig als neuen Zuspieler „akquirieren“ und das Pokalspiel gleich einmal zum Training nutzen. Und, um es vorweg zu nehmen, für das erste gemeinsame Spiel sah das schon ganz ordentlich aus.

So standen wir also zu neunt dem derzeitigen Tabellenzweiten der Sachsenklasse gegenüber, der mit einem Spieler mehr als wir angereist war. Unser Team konnte locker aufspielen, der psychische Druck, Punkte holen zu müssen oder sich gar im Derby zu „blamieren“, bestand nicht. So ging es anfangs hin und her, bis sich die Gäste mit einer Aufschlagserie dann doch absetzen konnten und den ersten Satz noch recht deutlich mit 25:19 für sich entschieden.

Im zweiten Satz blieb Christian draußen. Da man ja nun schon zu den Ü35 zählt und am nächsten Tag die „Seniorenmeisterschaft“ anstehen sollte, wollte man nicht alle Körner verschießen. Für ihn kam Oli aufs Parkett und auch er machte sein Ding. Wir spielten locker weiter und die Annahme stand nun etwas besser. Deutlich mehr Mut als in den letzten Spielen zeigte Siggi auf außen. Manchmal packte er sogar richtige Dinger aus, anstatt den Ball übers Netz zu legen. Und der Mut wurde mit Punkten belohnt. Wir spielten nun auf Augenhöhe und jetzt liefen die Gäste immer einem kleinen Punktrückstand hinterher. Am Ende hatte unser Team die Nase vorn (25:22).

Na bitte, es geht doch. Endlich wieder einmal einen Satz geholt. Wir spielten in gleicher Formation weiter, doch der dritte Satz sollte dem ersten gleichen. Wieder ging es anfangs ganz eng zu, so dass beide Mannschaften ihre Auszeiten ausreizen mussten. Zittau brachte scheinbar zum richtigen Zeitpunkt wieder R. Flemming aufs Parkett, denn wieder konnten sich die Fastentuch-Städter absetzen. Begünstigt durch kleine Fehler unsererseits stand es am Ende wieder 25:19 für den VV.

Aber noch war das Spiel nicht vorbei. Im vierten Satz legten wir richtig los. Christian war nun wieder auf dem Parkett und es lief von Anfang an gut. Schnell hatten wir einen Fünfpunktevorsprung erarbeitet. Wir ließen nicht locker. Zittau nahm beide Auszeiten und wechselte drei Mal. Doch mit guten Blocks und schönen Angriffen, auch über Ralf von außen, konnten wir unseren Vorsprung halten und sogar noch ausbauen. Ein deutlicher 25:17 Satzgewinn war der Lohn.

Damit stand es 2:2. Und warum sollten wir den fünften nicht auch holen? Doch Zittau hatte nun wieder seinen stärksten Sechser auf dem Feld. Lange Zeit lagen wir vorn. Doch leider zeigten sich wieder unsere Annahmeschwierigkeiten, vor allem bei Flatteraufschlägen. Auch mit den Hinterfeldangriffen klappte es nicht so richtig, da zeigten sich noch das nicht-eingespielt-sein. Wir kämpften zwar, aber nicht überraschend ein Annahmefehler bescherte den Gästen den zum knappen Sieg reichenden 16. Punkt.

Auch wenn es nicht ganz zum Sieg gereicht hat, sollte uns das Spiel doch Mut machen für die kommenden Aufgaben. Vielleicht kommt in den nächsten Spielen ja doch der eine oder andere Rekonvaleszent zurück, um unser Spiel variabler zu machen und die Belastung zu verteilen. Und auch die nächsten Trainingseinheiten können helfen, die Abstimmung zwischen neuem Zuspieler und den Angreifern weiter zu verbessern. Bleiben wir optimistisch!

Wir spielten mit Ralf (K), Paul, Achim, Jonas, Siggi, Christian, Oli und Libero Sven.