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Am 16. September begann für die Volleys Coblenz zum zweiten Mal das Abenteuer Sachsenklasse. Mit auf nur zwei Positionen gegenüber der Saison 2015/2016 veränderter „Personaldecke“ soll sich nun zeigen, wie sich die Mannschaft weiterentwickelt hat und ob sie mit den meist seit Jahren in dieser Klasse etablierten Mannschaften mithalten kann. Auf alle Fälle will die Mannschaft das Ergebnis von vor zwei Jahren vergessen machen.

Die erste Gelegenheit dazu bot sich zum ersten Heimspieltag. Zu Gast waren die Teams vom SV Elbland Coswig-Meißen und danach sollte es erstmals bei einem Punktspiel zum Lokalderby gegen die erste Mannschaft des MSV Bautzen gehen.

In unserer Mannschaft fehlten Oli, Mario und Gabriel, Neuzugang Achim (MB) und auch Matthäus (AA), der extra wertvolle Stunden seines wehrdienstfreien Wochenendes opferte, waren dabei. Erstmals stand Lukas als Zuspieler auf dem Parkett, erst seit ein paar Wochen war er dabei, sich in diese neue Rolle einzuarbeiten. Christian (MB), Siggi (D), Kapitän Ralf (AA) und Sven als Libero vervollständigten die Anfangsformation. Frank und Jonas nahmen vorerst auf der Bank Platz.

Den Gästen waren wir größenmäßig überlegen, das sollten wir für unser Blockspiel ausnutzen. Dem gegenüber stand die jahrelange Erfahrung in der höheren Spielklasse bei den Gästen. Die Sätze gestalteten sich recht ausgeglichen. Anfangs ging es hin und her, kein Team konnte sich absetzen. Mit zunehmender Satzdauer fanden wir jedoch besser ins Spiel und waren schließlich mit bis zu fünf Punkten vorn. Über die Mitte ging bei den Gästen zwar nicht viel, aber plötzlich besann man sich auf ihren Diagonalangreifer und das Hinterfeld. Und so glich fast ein Satz dem anderen: nachdem wir bereits ein gutes Stück weggeschwommen waren, schlichen sich Unkonzentriertheiten ein, machten wir kleine Fehler und spielten ungenau. Die Folge: Elbland schlich sich Punkt für Punkt heran und zog still und heimlich vorbei. Es spricht jedoch für unsere mentale Stärke an diesem Tag, dass wir - abgesehen vom zweiten Satz - jeweils zum Satzende hin noch einmal aufdrehten und das Blatt noch wenden konnten. So standen am Spielende unter dem Jubel der Fans und der Spieler die ersten drei Punkte der Sachsenklasse-Saison für uns zu Buche (25:23, 16:25, 26:24, 25:22).

Nun also gegen den ausnahmsweise einmal mit voller Kapelle angerückten „großen MSV“. Als wir - bis auf Achim - ausnahmslos noch kleine Brötchen in der Kreisklasse buken, sammelte die Mehrzahl der Bautzener Spieler - wenn auch nicht lange -Regionalligaerfahrung bzw. dann später Erfahrungen in der Sachsenliga. Wir standen also einem über Jahre eingespieltem Team mit reichem Erfahrungsschatz gegenüber, das am Ende der vergangenen Saison nur knapp am Ligaaufstieg vorbeischrammte, David gegen Goliath.

Sehen wir mal vom zweiten Satz ab - hier klappte bei und einfach gar nichts - hielten wir aber doch erstaunlich gut mit. Dafür sprechen 21 bzw. 22 erkämpfte Punkte in Satz 1 und 3. Auch gab es den einen oder anderen MSV-Spieler, der doch kaum zu einem Punkt kam, weil wir insbesondere über außen recht gut „zu machten“. Der große Unterschied zum ersten Match waren jedoch das variantenreichere, schnellere Spiel der Gäste, der uns oft gegenüber stehende Dreierblock und unsere Probleme bei der Annahme. Und so haben wir uns vor einer Vielzahl von volleyballinteressierten Zuschauern aus Bautzen und Umgebung nach unserer Meinung recht wacker geschlagen und müssen uns mit unserer Leistung trotz des zweiten Satzes auch nicht demütig unter der Decke verstecken (21:25, 9:25, 22:25).

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Fans, Helfern und Organisatoren und kämpfen weiter an der Herculesaufgabe, am Saisonende über dem berühmten Strich zu stehen.

Wir spielten mit Kapitän Ralf, Lukas, Achim, Chris, Jonas, Siggi, Matthäus, Frank und Libero Sven.