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Der 21.10.2017 geht als Novum in die Vereinschronik ein, denn es war unser erster Auswärtssieg in dieser Spielklasse - und dann gleich ein 3:0.

Entsprechend der Tabellenkonstellation konnte unser Ziel nur sein, gegen die Studentenmannschaft zu punkten, hatten die Hausherren doch bislang nur einen Zähler auf dem Konto. Doch diesen Punkt hatte die USV-Mannschaft am Spieltag zuvor beim MSV Bautzen entführt, die zu Hause immerhin mit voller Kapelle antraten. Ein Unterschätzen des Gegners sollte also tunlichst vermieden werden.

Mit acht Spielern waren wir in die Landeshauptstadt gefahren. Und es gab gleich mehrere Neuerungen. Da wir für außen genügend Spieler an Bord hatten, stand erstmals Ralf als Libero auf dem Feld. Das wiederum machte es notwendig, einen neuen Kapitän zu bestimmen. Diese Aufgabe wurde Mario übertragen, der erstmals in dieser Punktspielsaison auf dem Parkett stand, in seinem „früheren Leben“ jedoch bereits das Kapitänsamt bekleidet hatte. Daneben begannen wir mit Achim und Chris auf Mitte, Matthäus auf Außen, Jonas auf Diagonal und Lukas im Zuspiel, zudem hatten wir Oli in der „Hinterhand“.

Zu Beginn des ersten Satzes zeigten sich noch Abstimmungsprobleme. Ergebnis dessen waren unsichere Annahmen, „Nimm du ihn, ich hab ihn sicher…“. Die Satzführung wechselte mehrmals, bevor sich das Team von Trainer Stark zum Satzende hin absetzen konnten. Der Trainer sprach uns Mut zu und erinnerte daran, dass wir doch in der Vergangenheit Spiele mit mehreren Punkten im Rückstand liegend noch für uns entscheiden konnten. Und so kam es dann auch. Wir machten aus einem 20:24-Rückstand noch einen 26:24-Satzsieg.

Soetwas ist natürlich Gift für die Psyche des Unterlegenen, baut den Sieger hingegen unwahrscheinlich auf. Und wir wurden stärker. Die Abstimmung zwischen Ralf und seinen Nebenleuten und damit die Annahme wurden immer besser. Die Aufschläge wurden gefährlicher, Ricos Trainingslager-Tipp, starke Angreifer gleich mit Aufschlagbällen zu beschäftigen und so aus dem Spiel zu nehmen, wurde beherzigt. Unser Block stand wie gewohnt sicher und das Zusammenspiel zwischen Lukas und den Mittelangreifern wurde immer besser, wodurch Chris und Achim auch mehrere Punkte aus Schnellangriffen erzielten. Außerdem konnte Achim die meisten Hinterfeldangriffe erfolgreich umsetzen. Zum fleißigsten Punktesammler jedoch mauserte sich an diesem Abend Jonas auf Diagonal. Aus der Annahme herausgenommen konnte er sich voll auf den Angriff konzentrieren und stellte die TU-Spieler vor unlösbare Probleme. Gekonnt in Szene gesetzt war nahezu jeder Angriff ein Punkt. Am Ende hieß es nach 24 Minuten 25:18 für die Volleys.

Jetzt waren wir heiß auf den dritten Punkt. Und wir spielten so weiter. Die Gastgeber wollten sich nicht geschlagen geben, aber die Gesichter sagten etwas anderes. Zwar machten sie noch einige Punkte, weil wir die Diagonale nicht genügend abdeckten, doch das reichte nicht. Noch dazu, als uns dann in kniffligen Situationen auch noch das Glück zu Seite stand. Ob es nun der gegnerische Angriffsball war, den der eingewechselte Oli auf die Schulter bekam und der dann zu einem Punkt führte, Achims Angriff in Windmühlenflügel-Manier oder der durch Lukas vom Boden gekrazte und ins Spielfeld zurück beförderte Ball, es passte heute alles. Und dann war ja auch noch Jonas da. Am Ende hieß es 25:21 und damit 3:0 für Coblenz.

Fazit des Spieltages: In einem ansehnlichen Spiel klappte das Zusammenspiel zwischen Zuspiel und Angriff gut, brachte Ralf Sicherheit in die Annahme, erwischte Jonas einen Sahnetag, stand unser Block gewohnt sicher. Daran wollen wir weiter arbeiten, damit wir die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt einfahren können.