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Es gibt Spiele, die man gaaanz schnell abhaken und beiseite legen sollte. Und ein solches lieferten wir am 29.10. als Auswärtsspiel beim derzeitigen Tabellenletzten, den Mannen von der TSG KW Boxberg Weißwasser, ab.

Aber immer er Reihe nach. Warum der Gastgeber derzeit ganz unten steht, zeigte das ersten Spiel gegen die MSV-Männer aus Bautzen. Ohne große Mühe fertigten die Spreestädter ihren Gegner mit 3:0 ab. Und das sollten wir doch auch schaffen. Was dagegen sprach, war die Abwesenheit von Christian und Jonas und auch Lukas fehlte weiterhin verletzungsbedingt. Somit durfte wieder Frank „vertretungsweise“ auf Mitte ran.

Wir machten da weiter, wo der MSV aufgehört hatte, auch wenn die Parkettbrecher auf 2, 3 Positionen umgestellt hatten. Mit einem Super-Start hatten wir uns auf 11:6 abgesetzt. Beim 19:9 nahmen die Gastgeber ihre zweite Auszeit. Aber alles half nichts, 25:15 hieß es am Satzende.

Na bitte, alles wie geplant. Und so machten wir uns auch nicht allzu viel Gedanken, als es im zweiten Spielabschnitt 7:3 für die Hausherren hieß. Nehmen wir eben mal eine Auszeit. Doch die half wenig. Ganz im Gegenteil, wir brachten durch eigene Fehler, insbesondere schlechte Annahmen, die TSG-Mannschaft immer besser ins Spiel. Insbesondere deren Wechsel im Zuspiel (was die Frage aufwirft, warum die nicht immer so spielen) brachte den Kraftwerkern einen Qualitätsschub und uns immer größere Probleme. Spätestens bei der zweiten Auszeit (4:11) sollte auch dem letzten unserer Spieler klar geworden sein, dass es heute kein Zuckerschlecken wird. Denn wir hatten den Faden verloren und gaben den Satz mit 17:25 ab.

Hm, 1:1. Jetzt den Hebel wieder umlegen und selbst agieren. Aber der vergangene Satz hatte uns verunsichert. Und plötzlich lag die TSG auch im dritten Satz mit 5:0 vorn. Mehr und mehr spielten sie sich in einen Rausch. Unser Prunkstück der vergangenen Spiele, der Block, funktionierte schlecht. Von der Annahme ganz zu schweigen. Nun musste also der Kampf her. Und wir kämpften! Aus dem 0:5 machten wir ein 11:7. Dann wieder ausgeglichenes Spiel bis zum 14:14. Doch schließlich setzten wir uns wieder ab und gewannen den Satz mit 25:22.

Hatten wir den Faden des Spiels noch rechtzeitig wiedergefunden? Nein, irgendwie nicht. Zu konfus war unser Spiel in manchen Szenen. Auch wenn Matthäus den ein oder anderen Ball „unhaltbar“ auf das Parkett knallte, konnte er seine jugendliche Unbekümmertheit der vergangenen Spiele heute nicht immer zeigen. Auch wurde in vielen Szenen deutlich, dass heute nicht die eingespielte Mannschaft auf dem Feld stand. Verlassen konnten wir uns meist auf Mario, der immer wieder seine Erfahrung einbrachte und sich, im Gegensatz zu vielen anderen, auch „etwas traute“. Zu loben waren aber auch wieder in diesem Satz die Kampfkraft und der Siegeswille. Selbst Rückstände von 8:13 und 8:16 ließen uns nicht verzweifeln. Positiv wirkte sich auch das Einwechseln von Thobi auf eine Feldabwehrposition ein. So kämpften wir uns Punkt für Punkt heran. Und beim 12:16 fingen die Nerven er Kraftwerker an zu flattern. Schließlich zogen wir vorbei und gewannen doch noch mit 25:22.

3:1, 3 Punkte gewonnen und - wie schon gesagt - einen Haken dahinter.

Vielen Dank an dieser Stelle an „Physio“ Franzi und Edel-Fan Gritt, dass sie die Zeit und die weite Anreise auf sich genommen hatten.{jcomments on}