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Wir hatten uns solche Mühe gegeben, das Pokalfinale 2016 zu etwas besonderem zu machen. Immerhin standen wir erstmals im Finale - sogar mit beiden Teams. Da neben unseren Mannschaften drei weitere aus dem Landkreis Bautzen, mit den zwei CVJM-Mannschaften dagegen nur zwei aus dem Kreis Görlitz dabei waren, war es naheliegend, dass wir die Schützenplatzhalle als Austragungsort organisierten.
Mundpropaganda und Werbung über facebook wurden gemacht und auch der Presse wurden Foto und Textbeitrag zugearbeitet. Leider verlief der Nachmittag dann aber ganz anders als erhofft. Zuerst ließ uns die Presse im Stich, kein Text, kein Bild. Wir spielen eben keinen 4.-klassigen Fußball, sondern es war nur das Ostsachsen-Pokalfinale… Schön, dass uns zumindest die Gemeinde Göda in ihren News ankündigte. Das erste Spiel der Herren hieß Kreisligist SV Valtenberg gegen den Bezirksklassevertreter SV 1896 Großdubrau. Letztere hatten keine Mühe und gewannen erstaunlich deutlich, waren doch die Neukircher mit einem starken Team, unter ihnen mehrere ehemaligen Sachsenligaspieler, angetreten. Unsere Mannschaft nutzte die spielfreie Zeit, lautstark die „Ladykracher“ anzufeuern. Leider verloren unsere Mädels denkbar knapp mit 1:2 gegen das favorisierte Team aus Crostau. Trotzdem, Glückwunsch zu dem tollen Spiel!

Im zweiten Männer-Halbfinalspiel standen wir den Görlitzer CVJM-Jungs gegenüber. Wir hatten sie vorab als stärksten Gegner eingeschätzt, jedoch konnten sie augenscheinlich nicht mit voller Kapelle antreten (gesangsstark und über Bestechung mit „Gummimänneln“ versuchten sie diesen Nachteil wett zu machen). Anders bei uns, denn wir waren diesmal so viele Spieler, dass das Protokoll gerade so ausreichte, alle Namen darauf unterzubringen. Also waren wir guter Dinge, machten Stimmung, wenn auch zugegebenermaßen nicht ganz so musikalisch wie unsere gegenüber. Aber dafür legten wir auf dem Feld gut los und zeigten sofort, wer Herr im Hause ist. Schlechte Annahmen oder Aufschläge ins Netz durch die Neißestädter bescherten uns einfache Punkte. Zwischenzeitlich führten wir mit 14:6 und nahmen den ersten Wechsel vor. Zwar etwas unkonzentriert zum Ende des ersten Satzes gewannen wir diesen aber doch mit 25:20, wobei die meisten Punkte für die Gäste aus Eigenfehlern unsererseits resultierten. Doch der CVJM verlor nicht seine gute Laune, als hätte man geahnt, wie sich das Spiel weiter entwickeln sollte.

Eigentlich bin ich niemand, der lange über Schiedsrichterentscheidungen diskutiert oder diese sogar für den Verlauf oder Ausgang eines Spiels verantwortlich macht. Aber über das, was in diesem zweiten Satz abging, muss ich doch ein paar Sätze loswerden. War es nun die Enttäuschung über das eigene Ausscheiden, wollte man sich als alleiniger, unanfechtbarer Beherrscher des Volleyball-Regelwerks darstellen oder waren es gar alte persönliche Befindlichkeiten, wer weiß. Denn eigentlich sollte der Referee ein Spiel mit Fingerspitzengefühl leiten und neutral führen, anstatt es zu zerpfeifen und jeglichen Spielfluss zu unterbrechen. Wenn aber gefühlt jedes unserer Zuspiele abgepfiffen und dem Kapitän beim Hinweis darauf sofort die gelbe Karte gezeigt wird, macht man sich so seine Gedanken. Genervt verließ Ralf das Feld und Thobi wurde in der aufgeheizten Atmosphäre ins kalte Wasser geworfen. Er machte seine Sache ordentlich, konnte jedoch nicht verhindern, dass wir den Satz deutlich abgaben (19:25).

Nun musste also der Tie Break her, mehr Zeit hat man ja leider nicht in solch einem Spiel. Ralf kehrte auf das Parkett zurück und stellte die Bälle nun vermehrt per Bagger. Leider spricht es nicht gerade für ein starkes Nervenkostüm unserer Spieler, dass nun plötzlich gar nichts mehr ging. Selbst perfekt angenommene und gestellte Bälle wurden ins Aus geknallt. Einzig Mario behielt im Angriff die Nerven im Zaum, aber er allein konnte es nicht richten. Bekanntermaßen geht mit Brechstange gar nix. Und leider holten wir diese am Satzende wieder heraus, anstatt überlegt und clever zu spielen. Bei den Görlitzer Jungs klappte nun alles und dankbar nahmen sie auch unsere Geschenke an. Singend und tanzend zogen sie nach ihrem 15:13 ins Finale ein, während unsere gute Laune erst zur Weihnachtsfeier am Abend zurückkehrte. Glückwunsch an den Pokalsieger SV Großdubrau, der sich deutlich im Finale durchsetzte! Schade dagegen für unsere Fans, dass wir heute nicht mehr zeigen konnten.{jcomments on}