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Der Spieltag am 14.1. bescherte den drei erstplatzierten Mannschaften der Bezirksligatabelle allesamt Heimspiele und damit jeweils die Chance auf sechs Punkte. Sollte sich die Papierform bestätigen, würde sich an der derzeitigen Tabellensituation nichts grundlegendes ändern.

Unsere Mannschaft hatte es zuerst mit den VfB-Spielern aus Görlitz zu tun. Die Neißestädter hatten aus den vergangenen sechs Spielen immerhin fünf Siege geholt, wobei die Niederlage jedoch überraschenderweise aus dem Auswärtsspiel beim Tabellenletzten Boxberg resultierte. Eine Wundertüte also und die gute Vorstellung der Görlitzer aus dem Hinspiel war uns noch in bester Erinnerung. Als wir dann den Namen N. Kundler nicht auf der Spielerliste sahen, wurden wir etwas ruhiger. Das müsste doch machbar sein, vor allem, weil unsere Bank heute erfreulich gut besetzt war.

Sicherheitshalber begannen wir mit unserem eingespielten „Sechser“, mit dem wir auch zum Testspiel in Kaupa angetreten waren. Ohne große Probleme zogen wir unser eigenes Spiel auf. Schnell führten wir deutlich mit sechs Punkten und beim Spielstand von 17:8 wechselten wir erstmals. Thobi kam für Ralf ins Zuspiel. Nach kleineren Anpassungsproblemen fanden wir den Spielfaden wieder und gewannen schließlich mit 25:15.

Den zweiten Spielabschnitt begannen wir auf zwei Positionen verändert, mit Frank auf Mitte und Matthäus auf außen. Unser Spiel lief jetzt nicht mehr so rund wie im ersten Satz. Mit mehr als 3 Punkten konnten wir uns nicht absetzen. Der Außenblock stand häufig zu weit außen und ließ sich mehrmals anschlagen. Wenn dann noch ein paar Schlafeinlagen und Unkonzentriertheiten dazukommen, ist es nicht verwunderlich, wenn es noch eng wird. Und so mussten wir zum Satzende hin kämpfen, um Abschnitt zwei noch mit 26:24 zu gewinnen.

Mit wieder veränderter Aufstellung gingen wir in den dritten Satz. Nun begann Gabriel für Jonas auf außen. Der Satz lief ähnlich wie Spielabschnitt eins. Schnell lagen wir mit sieben Punkten vorn. Görlitz hatte sich inzwischen scheinbar aufgegeben, bei ihnen klappte nun nicht mehr viel. Beim 19:11 kam noch einmal Thobi ins Zuspiel um weiter Erfahrung zu sammeln. Nach 58 Minuten und einem Spielstand von 25:17 war das Spiel zu Ende.

Nun also das Derby gegen die Zweite des MSV. Im Hinspiel hatten wir uns keine Blöße gegeben und klar mit 3:0 gewonnen. Und mit dem Erfolg gegen Görlitz im Rücken gingen wir zuversichtlich in das zweite Match. Die Zuschauerbänke hatten sich nun erfreulich gefüllt, weshalb im Spielverlauf gute Derbystimmung aufkam. Nun begannen wir mit Matthäus für Mario auf der Außenannahmeposition. Doch scheinbar waren wir mit den Gedanken noch beim Görlitz-Spiel. Bautzen war hoch motiviert, stand gut in der Feldabwehr und auch die Angriffe kamen. Wir dagegen verschliefen den Beginn total. Und ehe wir uns versahen, lagen wir mit 7:12 hinten. Die erste Auszeit des heutigen Tages musste er. Und es sollte nicht die letzte bleiben. Wir rannten kontinuierlich einem 5-Punkte-Rückstand hinterher. Mitte des Satzes wechselten wir Mario ein und das brachte Sicherheit ins Spiel. Beim 20:22 keimte noch einmal Hoffnung auf, aber ein Fehlaufschlag unsererseits brachte die Gäste endgültig auf die Siegerstraße. Verdient nach wirklich gutem Spiel ging der erste Satz an die Gäste (25:22).

Kurze Satzauswertung in der Pause. Wir mussten wieder das Spiel machen und durften vor allem den Anfang nicht verpennen. Mario blieb auf dem Feld, seine Erfahrung und Übersicht wurden jetzt gebraucht. Und er konnte die anderen mitreißen. Mit Stimmung und neuer Motivation gingen wir in den zweiten Satz. Endlich wieder variantenreiches Spiel, harte Angriffe und gute Aufschläge. Von Beginn an lagen nun wir in Front und gaben die Führung nicht mehr ab. Über 8:4 und 16:11 hieß es am Ende des Satzes schließlich 25:15 für die Volleys. Na bitte.

Doch der MSV steckte nicht auf. Wir legten zwar gut los und führten mit 5, 6 Punkten. Aber Bautzen stand wieder sicherer in der Feldverteidigung. Sowohl über außen als auch über das Hinterfeld landeten sie gelungene Spielzüge, wodurch der Rückstand immer wieder verkürzt wurde. Beide Mannschaften mussten jetzt ihre Auszeiten nehmen und diese Spielphase zeigte, dass Bautzen nicht umsonst Siege gegen Räckelwitz und Kunnersdorf holte. Aber wieder hatten wir das bessere Ende. Unter dem Jubel unserer Fans ging mit 25:21 auch Satz drei an uns.

Die Spreestädter hatten bis dahin gut gespielt und gezeigt, dass sie (wieder) in der Bezirksliga angekommen sind. Doch im vierten Satz hatten sie keine Chance. Insbesondere genauere Zuspiele und variablere Spielzüge machten nun den Unterschied. Ständig in Führung liegend wechselten wir Mitte des Satzes noch einmal Matthäus und Frank ein, letzterer machte mit dem 25. Punkt den Satz- (25:12) und Spielsieg perfekt.

Der heutige Spieltag zeigte wieder einmal, wie wichtig es ist, eine gut besetzte Bank zu haben. Nicht nur, um die Belastung für den einzelnen zu verringern, nein, durch die individuell unterschiedliche Stärke und Spielweise eröffnen sich mehr Alternativen im Angriff .

Ein Dank gilt den Fans für ihre tolle Unterstützung und den Gästen für das spannende, faire Spiel.

Durch die zwei überraschenden Heimspielniederlagen von Löbau konnten wir unseren Vorsprung auf Tabellenplatz zwei (nun Räckelwitz) auf 5 Punkte ausbauen.

Für die Volleys waren am Start: Ralf, Jonas, Olli, Siggi, Mario, Matthäus, Chris, Frank, Gabriel, Thobi und Libero Sven.{jcomments on}