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Die Konstellation vor dem letzten Heimspieltag: Trotz der Niederlage in Räckelwitz können die Volleys aus eigener Kraft die Meisterschaft für sich entscheiden. Erste Voraussetzung dafür: sechs Punkte zum Heimspieltag am 25.3. Als Gegner waren die Traktoristen vom SV Mittelherwigsdorf und die Parkettbrecher von Boxberg-Weißwasser angereist.

Der Blick auf die Tabelle könnte vermuten lassen, dass es für uns eine reine Pflichtaufgabe wird und alles andere als die volle Punktausbeute eine Enttäuschung wäre. Schließlich waren der Tabellenletzte und -vorletzte nach Bautzen gekommen. Aber beide Gegner hatten auch schon für Überraschungen gesorgt, beispielsweise mit Siegen beim OSC Löbau. Und dass sie die Punkte nicht einfach so herschenken wollten, zeigte schon die personelle Stärke, mit der sie angereist waren. Aber auch wir konnten bis auf Gabriel die volle Kapelle aufbieten, Matthäus hatte sogar ein Fußballpunktspiel „sausen lassen“. Und alle Spieler sollten ihre Einsatzchance erhalten.

Zuerst stand uns Mittelherwigsdorf gegenüber. Die Traktorspieler hatten uns im Hinspiel einen Satz abgenommen und begannen auch jetzt hoch motiviert. Leichte Unsicherheiten in der Annahme auf unserer Seite führten zu einer frühen Führung für die Gäste. Aber schnell hatten wir uns gefangen und zwangen Traktor zur ersten Auszeit. Wir hatten nun ins Spiel gefunden und zogen unsere Kreise. Bei der zweiten Auszeit lagen wir schon mit vier Punkten vorn, am Satzende sollten es dann sogar acht Zähler sein (25:17).

Im zweiten Abschnitt kam Matthäus für Mario ins Spiel und führte sich sogleich mit einem knallharten Angriffspunkt ein. Nachdem wir einen beruhigenden Vorsprung herausgearbeitet hatten (17:11), kehrte plötzlich der Schlendrian ein. Matthäus testete die Haltbarkeit des Spannseils, andere lieferten mehrere Schlafeinlagen. Frank kam für Oli ins Spiel, trotzdem machten die Gäste sechs Punkte nacheinander. Eine Auszeit musste her. Aber auch danach mehr Krampf als Spiel. Mit Volleyball hatte das im Moment nicht viel zu tun. Vor allem an der Annahme haperte es. Das setzte sich mit ungenauem Zuspiel und unkontrollierten Angriffen fort. So ging es weiter bis zum „22 beide“. Doch pünktlich zum Satzende hin fingen wir uns, machten die drei noch notwendigen Punkte und gewannen mit 25:23. Oh, das war wichtig, wollten wir doch möglichst ohne Satzverlust auskommen.

Im dritten Satz kam Lukas seit langer Zeit wieder einmal von Anfang an zum Einsatz. Er ersetzte Siggi und machte seine Sache ordentlich. In diesem Satz lief es wieder besser und der Traktor fuhr ständig mit vier, fünf Punkten hinter uns her. Am Ende des Spielabschnitts beschleunigten wir noch einmal und fuhren das Spiel mit 25:16 nach Hause. Nicht überragend, aber ausreichend. Hervorzuheben in diesem Spiel die starken Angriffe unseres Linkshänders Jonas.

Nun also gegen die Parkettbrecher. Auch bei ihnen standen zehn Spielernamen auf dem Protokoll, dazu noch vier „Offizielle“. Bei uns war jetzt zusätzlich Thobi in der Spielerliste zu lesen, der „trikotbedingt“ im ersten Spiel als „Assisstent“ fungieren musste.

In diesem Match spielten Lukas als „Diagonaler“ und Frank auf „Mitte“ durch (für Oli, dem anzusehen war, dass er arbeitsbedingt einige Trainingseinheiten auslassen musste). Anfangs lief es noch etwas schleppend und die Kraftwerker hielten das Spiel einigermaßen offen. Doch mehr und mehr scheiterten sie an unserem guten Blockspiel. Mit beruhigendem Vorsprung wechselten wir zum Satzende hin Matthäus und Thobi ein. Das brachte zwar anfangs deutliche Abstimmungsprobleme, hinderte uns aber nicht daran, Satz 1 mit 25:20 zu gewinnen.

Matthäus blieb im Spiel und Mario kam für Jonas, dem so langsam etwas die Kräfte ausgingen, auf das Parkett. Doch auch in dieser Aufstellung hatten wir meist fünf, sechs Punkte mehr auf dem Konto, als die Gäste. Und dass, obwohl die Parkettbrecher überraschend gut in der Feldabwehr standen und in schier unglaublicher Manier Bälle vor der Bodenberührung bewahrten. Aber auch dieser Satz endete mit 25:20 für Coblenz.

Dies führte dazu, dass sich die Gäste scheinbar ganz aufgaben. Zwar nahmen sie beim 2:8 noch eine Auszeit, aber danach hatten sie scheinbar keine Lust mehr am Volleyball. Beim 18:6 kam noch einmal Thobi ins Zuspiel, brauchte aber wegen einer guten Aufschlagserie von Christian kaum in das Spiel einzugreifen. Immerhin machte er aber mit einem Aufschlag seinen ersten Punkt für unsere Mannschaft. Den Matchpunkt zum letztendlichen 25:8 erzielte der kurz vor Schluss noch einmal eingewechselte Siggi, während die Gäste sicher froh waren, dass das Spiel zu Ende war.

Mit diesen beiden 3:0-Siegen ist der erste Schritt zur Meisterschaft getan. Nun fehlt uns bei einem angenommenen 3:0-Sieg von Räckelwitz in Löbau noch ein Satzgewinn beim Saisonfinale gegen die Löwen.

Wir bedanken uns bei den uns wieder lautstark unterstützenden Fans und bei den Mädels für die Organisation des „Drumherum“!

Es spielten: Kapitän Ralf, Jonas, Oli, Siggi, Mario, Chris, Matthäus, Lukas, Frank, Thobi und Libero Sven.