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Am 15.9. ging es – wieder in der Bezirksliga angekommen – nach Großdubrau. Man kennt sich. Und damit auch die Stärken und Schwächen. Und so kennen wir auch die etwas unkonventionelle Spielweise der 1896er, ziemlich ohne Mittelblock und somit fast nur über außen angreifend. Das sollte unseren groß gewachsenen Spielern doch entgegenkommen.

Auch, wenn Kapitän Ralf, Jonas, Lukas, Frank und Sven fehlten, hatten wir doch eine schlagkräftige Truppe beisammen. Tobias kam auf außen zu seinem ersten Bezirksligaeinsatz und Björn musste wieder als Libero ran. Und Sachsenklasseabsteiger gegen Bezirksklasseaufsteiger dürfte doch nicht das große Problem sein. So begannen wir auch frisch und frech und spulten unser Pensum herunter. Schnell stand es 12:6 und 20:14, beim 25:18 war der Satz nach ner Viertelstunde zu Ende. Nicht überragend gespielt, aber doch deutlich gewonnen. Geklappt aber hatte längst nicht alles, schon in diesem Satz ging es auf und ab. Doch es sollte noch „besser“ kommen. Die Hausherren merkten, dass man uns vielleicht heute ärgern könnte …

Soll der Coach nun sagen, bleibt auf dem Teppich oder lässt er es lieber? Dass es notwendig war, zeigt der zweite Spielabschnitt. Vielleicht war der eine oder andere gedanklich schon beim nächsten Aufsteiger oder Über-Kopf-Angriff und konzentrierte sich nicht auf die basics, jedenfalls stand es plötzlich 6:9 gegen uns. Zeit für eine Auszeit. Doch die half nicht. In dem Maße wie wir immer nervöser wurden und einen Eigenfehler nach dem anderen fabrizierten, festigte sich der Gastgeber und baute aus einer sicheren Feldabwehr heraus seinen Vorsprung aus. Beim Sage-und-schreibe 7:15 Auszeit Nr. 2. Wären Ersatzspieler dabei gewesen, hätte man in großem Umfang gewechselt. Aber so musste der Sechser (+1) es selbst richten. Wir versuchten über den Kampf ins Spiel zu kommen und kämpften uns auch Punkt für Punkt bis zum 20:22 heran, aber ein individueller Fehler brachte den 23. Punkt für die Hausherren und schließlich den Satzgewinn (25:20). Die Großdubrauer freuten sich wie die Schneekönige über den ersten gewonnenen Bezirksliga-Satz und wir hatten drei Minuten Zeit zum Nachdenken.

Auf der Woge des Erfolges reitend, machten die 1896er weiter wo sie aufgehört hatten. Unserem Team hingegen war die Verunsicherung anzumerken. Auch, wenn immer mal ein Glückspunkt für die Hausherren dabei war oder wir die Deckenhöhe ausmaßen, machten sie doch aus ihren Möglichkeiten deutlich mehr als wir. So ging es hin und her. Erste Auszeit für Großdubrau (15:16), weil wir nun führten. Das brachte ihnen eine 20:18-Führung. Doch wir hatten inzwischen den Kampf angenommen und drehten das Spiel noch (25:23).

Das hat den Hausherren wohl den Zahn gezogen. Denn den vierten Satz spielten wir dann so wie wir das ganze Match über spielen wollten. Über ein 7:2 und ein 16:7 hieß es am Ende 25:13 und wir nahmen trotz des abgegebenen Satzes drei Punkte mit nach Hause. Puh, noch mal Schwein gehabt.

Was sagt uns nun das Spiel? Erstens, dass keine Mannschaft unterschätzt werden darf, zweitens, dass die basics – vor allem die Annahme - Grundlage eines Sieges sind, aber auch drittens, dass es manchmal nötig ist, ohne „Schönspielerei“ über Standards „mit Auge“ und mit Ruhe ins Spiel zurückzufinden.

Ein großer Dank an die mitgereiste Unterstützung!

Wir spielten mit Chris, Paul, Tobias, Achim, Siggi, Matthäus und Libero Björn.