Aktuell sind 129 Gäste und ein Mitglied online

Auch wenn uns das erste Saisonspiel in Großdubrau drei Punkte eingebracht hatte, war es spielerisch nicht gerade die Offenbarung. Und so konnte es im nächsten Derby gegen die Zweite des MSV nur besser werden.

Diesmal fehlte Björn, der im letzten Spiel unsere Annahme stabilisierte, dafür war mit Kapitän Ralf aber ein anderer guter Annahmespieler wieder an Bord. Für Siggi rückte Jonas (der dafür extra am Feiertag arbeiten gehen wollte – Danke dafür!) ins Team, als Libero stand Frank auf dem Spielfeld, der bis auf einige Unstimmigkeiten seine Sache dann auch ordentlich erledigte.

Der Gastgeber, der von seinem ersten Spiel in Niederoderwitz einen Punkt mitbrachte, hatte seine Aufstellung gegenüber unserem letzten gemeinsamen Aufeinandertreffen zwar auf ein, zwei Positionen verändert. Doch von der Papierform her sollte es für uns eine durchaus machbare Aufgabe sein.

Der erste Satz begann für uns „so lala“, noch fehlte das Feinjustieren. Aber mehr und mehr zeigte sich, dass es uns in dieser Phase nicht gelang, unser eigenes Spiel aufzubauen. Durch eine Vielzahl an Eigenfehlern, über die sich innerlich jeder mächtig ärgerte, machten wir es uns immer wieder selbst schwer. So folgte auf einen sehenswerten Angriff ein unerklärlich neben das Feld gelegter Ball. Kamen wir zum Aufschlagrecht, schlugen wir den Ball zur Unzeit ins Netz oder Aus. Und so stand die größere Zahl mal links, mal rechts auf der Anzeigetafel. Bei jeweils engen Spielständen wurden die Auszeiten durch beide Trainern ausgereizt. Aber entscheidend absetzen konnte sich kein Team. So dauerte es bis zu Punkt Nummer 30, um den ersten Satz endlich für uns entscheiden zu können.

Also das Gelbe vom Ei wars nicht gerade. Warum nur? Die Annahme war so schlecht nicht, aber was daraus gemacht wurde... Und wenn dann immer mal wieder ein schön geschlagener Diagonalangriff des Gegners dazu kommt oder sich unsere Blocksicherung bei gelegten Bällen zu wenig bewegt, kommt halt solch ein Spiel bei raus. Im zweiten Satz profitierten wir von einem Schreibfehler des MSV-Trainers auf dem Aufstellungszettel: den Zuspieler vergessen. Vielen Dank an dieser Stelle! So musste der Diagonalangreifer zuspielen, was er so schlecht nicht tat. Aber er fehlte halt als Angreifer. Trotzdem konnten wir diesen Vorteil anfangs nicht nutzen. Erst ab Mitte des zweiten Satzes schien es besser zu laufen. Doch die unerklärliche Verunsicherung blieb. Auch wenn wir den Satz mit 25:19 holten.

Der dritte Satz begann besser, wir konnten uns mit 3, 4 Punkten absetzen. Aber überzeugend wars immer noch nicht. Und so passte es zu diesem Tag, dass uns das MSV-Team beim 16. Punkt wieder eingeholt hatte. Was man unserer Mannschaft aber zu Gute halten muss, ist, dass sie unbedingt die drei Punkte haben wollte. Es war ja auch nicht alles schlecht. Chris und Achim nutzten über Hinterfeldangriffe und über die Mitte ihre Größenvorteile aus und wurden von Paul immer wieder gut in Szene gesetzt, Ralf machte ein paar schöne Diagonalpunkte, wobei er seine gute Technik einbrachte. Doch dann fehlet hier und da die gedankliche Schnelligkeit, trauerte man zu lange eigenen Fehlern nach. Doch zum Satzgewinn (26:24) und damit 3:0 hat es gereicht und das war wohl das Wichtigste an diesem Spieltag.

Zusammenfassend muss man sagen: Kämpferisch stark, nervlich schwach, insgesamt viiiel Luft nach oben. Nicht gelegen hat es an der fehlenden Unterstützung! Vielen Dank an unsere mitgekommenen Fans, sie haben immer an uns geglaubt.

Wir spielten mit Ralf (K), Paul, Achim, Jonas, Matthäus, Tobias, Chris und Libero Frank.