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Am 12.1. begann für die Volleys mit einem echten Kreisderby die Punktspielrückrunde der Saison 2018/2019. Die Gastmannschaften aus Großdubrau und vom MSV Bautzen II hatten also nur kurze Anreisewege. Gegen beide Mannschaften hatten wir die Hinspiele gewinnen können, gegen Großdubrau jedoch einen Satz abgegeben und auch gegen den MSV mussten wir uns für die drei Punkte ganz schön strecken. Wir waren also vorgewarnt.

Glücklicherweise konnten wir fast aus den Vollen schöpfen, denn bis auf Tobias waren alle an Bord. Mit Marcel stand erstmals auch unser Neuling auf dem Spielzettel. Somit hatte der Trainer auf einigen Positionen das Luxusproblem der Qual der Wahl. Nach der Weihnachtspause wurde erst einmal richtig trainiert und man konnte gespannt sein, wem die Feiertage besser bekommen sind.

Wir begannen mit Frank als Libero, Jonas als Diagonalen und Björn auf Außenannahme, auf den anderen Positionen „wie immer“. Und von Anfang an zeigte sich, dass den Gästen aus Großdubrau der Gänsebraten noch ziemlich schwer im Magen zu liegen schien. Der Gästetrainer gab vorerst seine Anweisungen von außen, die seine Mannschaft jedoch kaum umsetzen konnte. Zu gut stand unser Block und zu hart waren unsere Angriffe. Auch die Aufschläge der Gäste brachten unsere Annahmespieler kaum in Verlegenheit bzw. gingen gleich ins Aus. Wir hingegen spielten konzentriert und variabel unseren Stiefel herunter und holten den ersten Satz mühelos mit 25:15.

Zeit zum Wechseln. Für Ralf kam Lukas, für Jonas Siggi ins Spiel. Und auch die Gäste wechselten, Spielertrainer S. Schäfer brachte sich selbst aufs Feld. Zu Beginn schien das dem TSV-Spiel gut zu tun, aber wir behielten die Ruhe und drehten, nach anfänglichem Rückstand, ab dem 11. Punkt den Spieß um. Jetzt hatten wir den Gast wieder im Griff und brachten auch den zweiten Satz sicher mit 25:19 nach Hause.

Dritter Satz, Lukas blieb auf dem Feld. Nun bekamen Matthäus und Marcel für Björn und Christian ihre Einsatzzeiten. Und diese nutzten sie. Marcel zeigte auf der Mittelblockerposition einen guten Einstand und empfahl sich als Alternative auf dieser Position. Die Gäste hingegen hatten sich inzwischen wohl mit der Niederlage abgefunden. Es gab kaum noch Gegenwehr. Und hätten wir zum Schluss nicht noch mehrere Eigenfehler begangen, wäre der Satz möglicherweise noch deutlicher als das 25:9 ausgegangen.

So konnte es weitergehen. Ging es aber nicht. Der MSV zeigte sich als deutlich härterer Brocken und im Vergleich beider Mannschaften an diesem Tag fragt man sich, wie das Team in der Hinrunde gegen Großdubrau verlieren konnte. Vor allem über Außen machten die Gäste ihre Punkte. Und das nicht durch hart geschlagene Long Line-Angriffe, sondern hauptsächlich über gelegte Bälle. Wir kamen damit einfach nicht zurecht, waren zu unbeweglich und zeigten ein schlechtes Stellungsspiel. Viel besser machten es diesbezüglich unsere Gäste. Sie zeigten insbesondere eine starke Feldabwehr und nicht einer der gefürchteten Leger unseres Zuspielers führte zum Erfolg. So bauten die Gäste ihren Vorsprung aus, während wir immer fahriger wurden. Wir spielten auf allen Positionen ungenau, machten zudem eine Reihe von Eigenfehlern. Erst beim 14:21 erwachten wir und kämpften uns heran. Aber mehr als 19 Punkte sollten es für uns in diesem Satz nicht werden.

Unsere Nervosität setzte sich im zweiten Satz fort. Die Gästefans forderten von ihrem Team ein „scharfes Nachwaschen“. So entwickelte sich ein offener Schlagabtausch und für die Zuschauer ein spannendes Spiel bis zum Ende des Satzes. Dann jedoch bekamen wir die Kurve und rissen das Ruder noch herum. Das 26:24 war der Lohn für eine insbesondere kämpferische Steigerung am Ende des Satzes.

Mit diesem Last minute-Satzgewinn schienen wir den Gästen den Nerv gezogen zu haben. Denn ab dem dritten Satz hatten wir unseren Rhythmus wieder gefunden und die Nervosität abgelegt. Durch unseren breiten und ausgeglichenen Spielerkader an diesem Tag hatten wir dem MSV auch genügend Körner entgegenzusetzen. So gingen dann die Sätze 3 und 4 mit 25:16 und 25:14 deutlich an uns, was nach den ersten beiden Sätzen fast nicht zu erwarten war. Kompliment an die mit nur 8 Spielern „angereisten“ Gäste vom MSV, insbesondere für die ersten beiden Sätze.

Wir bedanken uns für die tolle Unterstützung durch unsere Fans und unsere Mädels, die uns angefeuert haben und die Veranstaltung organisatorisch mit absicherten.

Wir spielten mit Ralf, Paul, Lukas, Achim, Jonas, Siggi, Björn, Matthäus, Christian, Marcel und Libero Frank.