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Mit einem etwas flauen Gefühl in der Magengegend fuhren wir zum Auswärtsspiel nach Niederoderwitz. Warum? Zwar hatten wir das Hinspiel gegen den Aufsteiger deutlich gewinnen können, aber wir mussten aus den verschiedensten Gründen mit einem Minimalkader anreisen. Zu den fehlenden Jonas, Marcel, Björn und Frank sowie dem etatmäßigen Zuspieler Paul „gesellte“ sich kurzfristig krankheitsbedingt noch Kapitän Ralf hinzu. So musste wieder einmal der Coach als Notnagel für einen doch immer mal möglichen Verletzungsfall Platz 7 auf dem Spielprotokoll einnehmen.

Was sich im Rückblick möglicherweise als Vorteil für uns auswirkte, war, dass sich die Hausherren vorab mit den Räckelwitzer Viktorianern auseinandersetzen mussten. Und das in fünf Sätzen. Niederoderwitz investierte viel in dieses Spiel und gewann nach großem Kampf gegen die ebenfalls nicht in Bestbesetzung angereisten Räckelwitzer mit 3:2.

Nun also wir. Die Beobachtung des ersten Spiels ließ als Stärken der Hausherren insbesondere deren variable Aufschläge sowie die Angriffe ihres Kapitäns erkennen. Wie wird unsere Annahme insbesondere in Abwesenheit von Ralf, Björn und Frank reagieren, wie wird unser Block gegenhalten können? Wie wird das Zusammenspiel zwischen Lukas im Zuspiel und den Angreifern klappen? Immerhin stand er seit Monaten nicht mehr auf der Position. Doch zu Beginn hatte unsere Feldabwehr wenig zu tun. Denn zu sage und schreibe 12 Aufschlägen nacheinander durfte Tobias antreten. Entweder hatten die Hausherren gleich Annahmeprobleme oder aber unser Block entschärfte die nachfolgenden Angriffsversuche. Irgendwie erstarrten die Aufsteiger vor Ehrfurcht und brachten einfach keinen Fuß aufs Parkett. Als Lukas dann zum ersten Mal in diesem Satz zum Aufschlag antrat und vier Punkte beisteuerte, war der Satz dann auch schon zu Ende (25:11).

Das war einfacher als erwartet. Und die nachfolgenden zwei Sätze sollten dem ersten ähneln (25:14, 25:15). Nur, dass uns immer mehr zu Gute kam, dass man den Hausherren die zunehmend fehlenden Körner anmerkte. Zwar klappte bei uns nicht alles, ab und zu standen unsere Außenblocker zu weit außen, aber wir kämpften, gaben keinen Ball verloren und die Stimmung war Klasse. Die Annahme passte, Lukas spielte zwar nicht so viele schnelle und Schubbälle wie Paul, aber auch Punkte über „Meterbälle“ zählen. Und davon machten wir viele. Und dann gibt es ja noch unsere großen Blockspieler und deren schwer zu überwindende Mauer, an der die Gegner schier verzweifelten.

Das 3:0 nach 54 Minuten war zwar keine große Überraschung, aber unter den genannten Vorzeichen auch keine Selbstverständlichkeit. Damit bleiben wir weiter ungeschlagener Spitzenreiter und freuen uns auf das nächste Match am 2.2. in Hoyerswerda.

Wir spielten mit Chris, Lukas, Tobias, Achim, Siggi, Matthäus und Thorsten in der Hinterhand.