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Ohne etatmäßigem Diagonalspieler reisten wir zum Spitzenspiel nach Görlitz, denn sowohl Siggi als auch Jonas, der Vaterfreuden entgegenfieberte, mussten vor dem Spieltag absagen. So kam Björn zu seiner Premiere auf dieser Position, so dass er über die Saison gesehen schon fast überall gespielt hat. Ansonsten die zu erwartende Aufstellung, wobei Matthäus auf außen wieder dabei war.

Doch im ersten Spiel traten die Hausherren gegen Aufsteiger Niederoderwitz an. Das sollte für den CVJM eigentlich nur Formsache sein, insbesondere, weil die Gäste nicht in Bestbesetzung anreisten. Doch manchmal kommt es anders als man denkt. Denn mit 2:0 führend hatten die TSVer sogar Matchball zu einem 3-Punkt-Sieg. Auch wenn es letztlich „nur“ zu zwei Punkten reichte, hatten die Niederoderwitzer die Gastgeber doch schon für uns „weichgeklopft“. Zu allem Übel verletzte sich kurz vor Spielende dann auch noch einer der beiden Görlitzer Stamm-Außen, dem wir an dieser Stelle gute Besserung wünschen.

Doch die Gastgeber hatten eine gut gefüllte Ersatzbank und außerdem sollten die jungen Wilden doch auch fünf Sätze relativ problemlos wegstecken können. Aber der Satzbeginn sah anders aus. Der Stachel der Niederlage schien tief zu stecken. Wir hatten uns durch mehrere aggressive Blocks Respekt verschafft und beherrschten den Gegner nach Belieben. Ein 16:4 war Ausdruck unserer Überlegenheit und wir wechselten Marcel für Chris auf Mitte. Aufschlagwechsel, der Diagonalangreifer der Neißestädter trat an. Was dann passierte, sieht man nicht alle Tage und das Publikum rieb sich verwundert die Augen. Unser Vorsprung schmolz wie Schnee in der Märzensonne. Unglaubliche zwölf Mal nacheinander brachte uns der Görlitzer Vierer mit seinen Float-Aufschlägen in Verlegenheit und führte sein Team immer weiter heran. Selbst eine 23:17-Führung reichte uns nicht, den Sack zu zumachen. Ganz im Gegenteil, Görlitz kam näher und näher. 23:23, Lukas kam für Matthäus. Und das schien zu fruchten, denn Görlitz setzte kurz darauf bei einem Angriff den Ball knapp ins Aus. Wir holten also den Satz auf der Zielgeraden. Dachten wir zumindest, denn der Schiri nahm den Punkt zurück und entschied überraschend auf Nullball. Dummerweise konzentrierten wir uns nicht mehr aufs Spiel, sondern waren mit den Gedanken bei dieser kuriosen Entscheidung. Und so kam es, wie es kommen musste, die Gastgeber drehten das Spiel und holten Satz 1.

Wie würden wir diesen überraschenden Satzausgang verkraften? Hatten wir den Gastgeber aufgebaut und ihm die zweite Luft verschafft? Doch die Befürchtungen bestätigten sich nicht. Wir machten weiter wie wir Satz 1 begonnen hatten, hielten aber die Spannung hoch. Wir lagen ständig in Führung und bauten den Vorsprung kontinuierlich aus. Beim CVJM ließen die Kräfte mehr und mehr nach und auch mental hatten sie nichts zuzusetzen. Unsere Annahme stand nun besser, wir warfen unsere Größenvorteile in die Waagschale und punkteten von allen Positionen. Auch Marcel, der nun auf Außen eingesetzt wurde, leistet seinen Beitrag. Jedoch mussten wir aufpassen, uns nicht „einlullen“ zu lassen. Aber das passierte nicht. Wir spielten unseren Stiefel runter, ein Satz glich nun dem anderen, was auch die Ergebnisse von 25:15, 15 und 16 zeigten. Nun fehlt uns noch ein Punkt, um auch rechnerisch die Meisterschaft sicher zu haben. Dafür haben wir drei Spiele Zeit, das nächste wird in Räckelwitz sein.

Wir spielten mit Ralf (C), Paul, Achim, Björn, Matthäus, Chris, Lukas, Marcel und Frank als Libero.