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Die Volleys aus Coblenz wagen zum dritten Mal das Abenteuer Sachsenklasse. Bei den ersten beiden Anläufen folgte nach dem Aufstieg jeweils der sofortige Wiederabstieg in die Bezirksliga - wie es übrigens allen Aufsteigern aus der Bezirksliga Ostsachsen seit mindestens der Saison 2013/14 erging. Zur Halbzeit der Saison 2019/20 sieht es besser aus. Mit jeweils vier Siegen und vier Niederlagen sowie 12 Punkten steht die Mannschaft derzeit auf Rang fünf.

Dabei begann die Saison wenig erfolgversprechend. Beim Mitaufsteiger Laußnitz, bei dem man sich aufgrund der Testspielergebnisse in der Vergangenheit durchaus Chancen ausgerechnet hatte, setzte es eine heftige Klatsche (0:3). Vor allem der dritte Satz mit nur 11 eigenen Punkten ließ für die Zukunft nichts Gutes erahnen.

Besser sah es da schon in Dresden bei den Cottaer Fischen aus. Nach einem überzeugenden ersten Satz (25:17) sah es auch im zweiten Satz nach einem Punktgewinn aus. Jedoch wurde dieser nach zwischenzeitlich deutlicher Führung doch noch mit 28:30 abgegeben. Und auch die nachfolgenden Sätze gingen an die Hausherren und wir wieder leer aus.

Mit einer Notbesetzung fuhren wir nach Pirna zum VfL. Erwartungsgemäß gaben wir auch den ersten Satz deutlich ab (17:25). Doch wir fingen uns. Beim 22:25 waren wir schon näher am Satzgewinn dran und holten uns diesen schließlich im nachfolgenden Spielabschnitt (25:23). Leider konnten wir das Niveau nicht halten und verloren Satz vier (17:25). Schade, hier war mehr drin. Doch leider fehlten Aufstellungsalternativen, so, wie bis dato in allen Spielen der noch jungen Saison.

16.11. - Derby-Time. Endlich einmal mit zehn Spielern an Bord fuhren wir zum Auswärtsspiel zu den Volleyball-Freunden nach Hoyerswerda. Gegen die Blau-Weißen hatten wir in der Vergangenheit nie einen Stich gesehen und waren von einem Satzgewinn stets weit entfernt. Ging es im ersten Satz noch heiß her, so dass wir 30 Punkte zum Satzgewinn benötigten, waren die folgenden zwei Sätze doch recht deutlich (jeweils 25:18). Mit den ersten drei Saisonpunkten aus diesem „Prestige-Spiel“ im Gepäck fuhren wir glücklich nach Hause.

Selbst eingebrockt hatten wir uns die Suppe „Sparkassen-Cup“. Bereits eine Woche nach dem Derbysieg waren wir bei unserer ersten Teilnahme an diesem Wettbewerb Gastgeber in der ersten Runde des Sachsenpokals. Gegner waren die bereits bekannten Fische aus Cotta und die Dritte vom GSVE Delitzsch, Aufsteiger in der Sachsenklasse West und zu dem Zeitpunkt dortiger Spitzenreiter. Nachdem sich zuerst beide Gastmannschaften duellierten, wobei das Team aus dem Leipziger Raum als Sieger hervorging, standen wir den Fischen gegenüber. Diese knüpften nahtlos an ihren Heimsieg gegen uns an und holten sich Satz 1 deutlich (25:18). Doch noch deutlicher ging Satz 2 aus, nämlich 25:13. Doch diesmal für uns! Und wir wuschen scharf nach. 25:17 und 25:22 bedeuteten, der Halbfinaleinzug entscheidet sich im Spiel Volleys gegen Delitzsch. Hier holten wir Satz eins knapp mit 25:23, gaben die folgenden beiden Sätze aber ab. Wir stellten um, Achim wieder von außen auf die angestammte Mitte. Jetzt lief es wieder, wir holten die zwei entscheidenden Sätze und stehen nun im Februar im Halbfinale gegen Gastgeber VV Freiberg und Motor Mickten.

Und es ging Schlag auf Schlag. Bereits eine Woche später nächstes Derby. Im Heimspiel erwarteten wir den MSV Bautzen, dazu die Jungs aus Freital. Wie gegen Hoyerswerda konnten wir auch gegen die die MSVer bisher nie etwas reißen. Noch in schlechter Erinnerung die deutlichen Niederlagen in der vorletzten Saison. Aber die Bautzener hatten sich in dieser Saison noch nicht mit Ruhm bekleckert. Ganze zwei Punkte standen auf der Haben-Seite. Da müsste doch was drin sein für uns. Und das sollte sich auch in den ersten zwei Sätzen bewahrheiten, zu 20 und zu 18 holten wir diese. Doch im Dritten der Einbruch. Plötzlich ging nix mehr. Bautzen holte Punkt für Punkt und witterte Morgenluft. 25:12, das war deutlich. Abhaken und Mund abputzen. Unter lautstarker Unterstützung der Fans fanden wir wieder ins Spiel und holten den entscheidenden Vierten und damit weitere drei Derby-Punkte. Im nachfolgenden Spiel hieß es die Konzentration hoch zu halten und den Schwung mitzunehmen. Freital, unser zweiter Gegner, war mit minimaler, aber qualitativ guter Besetzung angereist. Das bewiesen sie im ersten Satz, den sie mit 25:21 recht deutlich für sich entschieden. Doch wir schlugen zurück. Trotz nachlassender Kräfte konnten wir drei Sätze knapp, aber erfolgreich gestalten. So holten wir an diesem Heimspieltag die Maximalzahl von sechs Punkten, wer hätte das vorher gedacht.

Bereits eine Woche später waren wir schon wieder Gastgeber. Diesmal zu Besuch die Elbländer aus Coswig-Meißen und die Postler aus der Landeshauptstadt. Wir wollten unbedingt auf der Erfolgswelle von wettbewerbsübergreifend fünf siegreichen Spielen weiterschwimmen. Doch hatten wir die Rechnung ohne die Gäste gemacht. Den heiß umkämpften ersten Satz gaben wir mit 27:29 ab, um auch den folgenden zu verlieren. Doch wir schlugen zurück und konnten Satz drei deutlich gewinnen (25:15). Doch es war nicht unser Spiel. Christian war angeschlagen ins Spiel gegangen, Björn gar nicht erst angereist. Und unser Gegenüber zeigte eine enorm starke Feldabwehr und tückische Aufschläge. Das alles führte schließlich zu einem 3:1 für die Gäste.

Aber drei Punkte sollten dann doch her, gegen den Post-SV, der zuvor immerhin erfolgreich gegen Bautzen, Freital und Laußnitz war. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, was auch an den Satzergebnissen ablesbar ist. Doch drei 25:22-Satzgewinne für die Volleys bei einem 25:23 für Post brachten insgesamt dann doch drei wichtige Punkte für unser Konto und versöhnten ein wenig an diesem Tag.

Zusammenfassend können wir sagen, dass die Mannschaft mit voller Kapelle antretend durchaus mit den anderen Teams mithalten kann. Wichtig für einen weiteren erfolgreichen Saisonverlauf ist, dass sich möglichst niemand verletzt oder anderweitig ausfällt und wir an der Behebung der Schwachpunkten weiter konsequent arbeiten.

Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei allen, die Anteil am bisher erfolgreichen Saisonverlauf hatten, vor allem natürlich bei den Fans und den Familien der Spieler. Wir wünschen allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch in ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2020!