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Am 30.9. fand unser erstes Auswärtsspiel der neuen Saison beim Mitaufsteiger Freital statt. Man könnte denken, ein Duell auf Augenhöhe. Aber während wir mit letztem Aufgebot zu sechst antraten, allesamt Spieler aus der Aufstiegssaison (drei Stammspieler fehlten aus verschiedensten Gründen), war die Aufstellungstabelle der Gastgeber prall gefüllt mit dem neu „zusammengestelltem“ Kader. Erstaunlich wie Regionalliga- oder Sachsenklassespieler aus näherer oder weiterer Entfernung den Weg nach Freital fanden. Die neue Qualität zeigte sich bereits im ersten Spiel, als der Gastgeber den VfL Pirna-Copitz mit 3:0 nach Hause schickte. Auch wenn man dabei dankbar die freundliche Unterstützung der Gäste in Form von unzähligen Aufschlagfehlern annahm.

Nun also das Aufsteigerduell. Vielleicht war es ein Fehler sich vorab mit dem Wechselgeschehen beschäftigt zu haben. Möglicherweise kostete uns dies einiges an Prozenten an Motivation und Optimismus. Unsere Mannschaft stellte sich praktisch von selbst auf und wir konnten nur hoffen, dass sich niemand verletzt. Trotzdem hielten wir jeweils bis Mitte der Sätze 1 und 2 gut mit. Die Führung wechselte hin und her. Bis zu einer Aufstellungskonstellation, in der sich bei uns große Probleme in der Annahme zeigten. Es folgte Punkt für Punkt für den Gastgeber. Entweder war unsere Annahme so schlecht, dass es für den Zuspieler schwer war, einen erfolgreichen Angriff einzuleiten oder, wenn es eine passablere Annahme war, machten die Angreifer nichts Zählbares aus dem Zuspiel. Knapp ins Aus geschlagene oder nur schwach hinter den Block gelegte Bälle und insgesamt zu wenig echte Gegenwehr waren der Anfang vom Ende. Und so hieß es jeweils 16:25 in den ersten beiden Sätzen. Zudem zog sich Matthäus noch eine Zerrung zu. Wechselmöglichkeiten gab es nicht. Die einzig mögliche Variante wäre gewesen, dass sich der Coach erstmals nach seinem letzten Spiel in der Kreisklasse selbst eingewechselt hätte.

Aber wir blieben bei der Aufstellung der ersten beiden Sätze. Und in Satz 3 lief es plötzlich besser. Die Annahme klappte, die Zuspiele blieben weiter gut und jetzt waren auch die Angriffe erfolgreich. Und schließlich nutzten wir endlich auch unsere Größenvorteile aus. Das Blockspiel klappte besser, Angriffsbälle knallten auf des Gegners Feld, Freital war beeindruckt und zeigte nun auch Probleme bei unseren Sprungaufschlägen. Und plötzlich waren wir mit sechs Punkten vorn. Doch leider erwies sich das Ganze als Strohfeuer. Als wir in der gleichen Aufstellung standen, die uns bereits in den ersten beiden Sätzen Probleme bereitete, kamen die Gastgeber Punkt für Punkt näher. Wir begannen nervös zu werden und es schlichen sich wieder Fehler ein. Als wir dann noch verkrampften und letztendlich scheinbar den Glauben an den Satzgewinn verloren hatten, zog der VSV doch noch an uns vorbei und machte den 3:0-Heimsieg perfekt.

Letztendlich müssen wir resümieren, dass Annahmeprobleme, die diesmal nicht vorhandenen Alternativen in der Mannschaftsaufstellung und nicht zuletzt die fehlende eigene Courage ein besseres Ergebnis verhinderten.

Wir spielten mit Kapitän Ralf, Chris, Lukas, Olli, Siggi und Matthäus.